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digitale Kunst
NFTs: Pixel statt Pinsel

Verschwimmen von Grenzen der digitalen und realen Welt– der Blick auf ein digitales Sammlerstück. | Bild: Theresa Moretti

digitale Kunst NFTs: Pixel statt Pinsel

Verschwimmen von Grenzen der digitalen und realen Welt– der Blick auf ein digitales Sammlerstück. | Bild: Theresa Moretti
 

18 Jan 2022

Digitale Kunst im digitalen Zeitalter – Non-Fungible Tokens (NFTs) sind momentan in aller Munde. Millionenbeträge fließen beim Handel mit der Pixel-Kunst. Was steckt hinter dem Hype? Ein Minidossier.

Laura Köhler

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Im Hintergrund steht ein Haus in Flammen. Die Feuerwehr ist im Einsatz. Im Vordergrund blickt ein kleines Mädchen verschmitzt in die Kamera: Ein Meme, das wohl schon in jedem Instagram Feed aufgetaucht ist: das „Disaster Girl“. Das Originalfoto wurde 2021 in Form eines Non-Fungible Token (NFT) für 180 Ether verkauft. Zum damaligen Zeitpunkt waren das rund 420.000 Dollar. Mittlerweile sind wir in einer digitalen Welt mit Besitz und Verkauf von digitalen Gütern angekommen. NFTs sind eine neue Art, digitale Inhalte zu besitzen und diese über eine Blockchain kenntlich zu machen. Was in den USA schon länger Aufmerksamkeit erregt, findet nun auch in Deutschland seinen Platz. Ein Hype, der wohl nicht so schnell verschwinden wird und den Kunstmarkt revolutioniert, heißt es laut Visionär*innen. Auch EA Sports Chef Andrew Wilson sieht in NFTs die Zukunft, berichtet die BBC. Viel zu hohe Preise für mittelmäßige bis schlechte Kunst, den Skeptiker*innen zufolge.  

Was sind NFTs?

NFT steht für Non-Fungible Token. Übersetzt: Nicht ersetzbare Wertgegenstände. Diese dienen als Besitznachweis für digitale Güter. Blockchain, Ether, Krypto  – what? Wofür stehen diese Begriffe und welche Technologie steckt dahinter? Ein Überblick.

Das teuerste NFT wurde für rund 69 Millionen Dollar verkauft. Ein lukratives Investment? – NFTs kurz erklärt.

Revolution oder Irrsinn?

NFTs existieren bereits seit einigen Jahren: 2017 sorgten sie erstmals für Aufsehen durch die sogenannten „CryptoKitties“, erstellt von Ethereum. Ein Spiel, in dem man virtuelle Katzen erwerben, sammeln und verkaufen konnte. Jede Katze war einmalig und wurde als einzigartiges NFT gehandelt, für das manch ein*e Käufer*in auch schon mehrere 100.000 US-Dollar bezahlte. Das Spiel basierte auf der Blockchain-Technologie. Damit begann die Faszination um Kryptowährungen. Bitcoin galt als digitale Antwort auf Zahlungsmittel. Nun sind es NFTs, die eine digitale Antwort auf Sammlerstücke geben. Dabei sind online NFT-Marketplaces die Galerien der Krypto-Kunst.

Doch welchen Sinn haben NFTs und wie zukunftsträchtig sind sie? Antworten eines Insiders.

Ein Blick in die Zukunft

Die anhaltende Corona-Pandemie setzt ohne Zweifel der Kulturbranche heftig zu. Galerien, Museen und Ausstellungen sind geschlossen, es fehlt an Umsätzen. Digitale Kunst gibt Kunstschaffenden daher eine neue Chance, ihre Werke für den Verkauf anzubieten. Mittlerweile springen sogar Prominente wie Snoop Dogg und Eminem auf den NFT-Zug auf und preisen auf Social Media ihre Besitztümer an. Ob sich NFTs als Investition nun lohnen oder nicht, ist umstritten. Eines ist jedoch garantiert: Die Blockchain-Technologie bietet neue Möglichkeiten für die Zukunft. Wenngleich sie in der Kritik stehen umweltbelastend zu sein. Die Blockchain Technologie benötigt enorm viel Energie, die leider immer noch größtenteils aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird.