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26 Jun 2020

Julia Frank

Medienmanagement
seit Wintersemester 2019

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Speed Reading zum Ausprobieren

 

Du benötigst: Stift, Stoppuhr 

So funktionierts: Nimm einen Stift zur Hand und fahre mit diesem beim Lesen des Beispieltexts Zeile für Zeile nach - und zwar in möglichst hohem Tempo. Stoppe dabei die Zeit. Wichtig ist, dass der Stift das Tempo vorgibt und nicht das Auge. Konzentriere dich nur auf den Stift und versuche, nicht im Text hin und her oder gar zurückzuspringen. Selbst wenn du etwas nicht verstanden hast, solltest du erstmal weiterlesen und nicht zurückspringen. Bist du am Textende angelangt, kannst du selbst entscheiden, ob du sofort die Zeit stoppen oder einige Details im Text nochmal in langsamerem Tempo lesen möchtest. 
Los geht’s: 

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Der Digital News Report des Reuters Institute, der jährlich veröffentlicht wird, vergleicht die Mediennutzung in unterschiedlichen Ländern weltweit. Der Bericht für das Jahr 2020 liegt seit einigen Tagen vor und enthält auch Informationen über den Einfluss des Coronavirus auf den Nachrichtenkonsum. Als das Virus im Frühjahr auch außerhalb Chinas ausbrach, waren die meisten Daten der Studie für 2020 bereits erhoben. Um jedoch die Auswirkungen des Coronavirus auf die Mediennutzung untersuchen zu können, wurden Teile der Umfrage im April in sechs Ländern wiederholt. Bei diesen Ländern handelt es sich um die USA, Großbritannien, Deutschland, Spanien, Südkorea und Argentinien. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass während der Pandemie bevorzugt traditionelle Nachrichtenquellen genutzt wurden. So haben beispielsweise Fernsehnachrichten einen deutlichen Aufschwung erlebt. Verglichen mit den Daten vom Januar stieg der Konsum von TV-Nachrichten im April in den befragten sechs Ländern im Durchschnitt um fünf Prozent. Den größten Zuwachs verzeichnete das Medium dabei bei den unter 35-jährigen. 57 Prozent dieser Altersgruppe gaben an, in der letzten Woche Nachrichten mittels TV konsumiert zu haben, was einem Anstieg von 25 Prozent im Vergleich zum Januar entspricht. Die Fernsehansprache von Boris Johnson zu den Corona-Maßnahmen verfolgten 25 Millionen britische Staatsangehörige live im Fernsehen, was sie zu einer der am meist gesehenen Fernsehausstrahlungen Großbritanniens macht. In Deutschland nutzten 72 Prozent der Befragten während der Pandemie den Fernseher als Nachrichtenmedium. Somit ist das TV noch vor Onlinemedien (69 Prozent), Radio (41 Prozent) und Social Media (39 Prozent) der am häufigsten genutzte Nachrichtenkanal der Deutschen während der Corona-Krise. Doch auch Onlinemedien und Social-Media-Kanäle sind in der Pandemie gewachsen, besonders bei jüngeren Menschen. Jedoch werden Social-Media-Kanäle von 43 Prozent der Befragten nicht als alleiniges Nachrichtenmedium, sondern in Kombination mit traditionellen Medien genutzt. In puncto Vertrauenswürdigkeit blieben Social-Media-Kanäle jedoch weit zurück. Nur etwa ein Viertel der Befragten hält die dort kommunizierten Informationen zu COVID 19 für vertrauenswürdig. Am höchsten ist das Vertrauen in Nachrichten zum Coronavirus, wenn diese von Wissenschaftlern und Ärzten (83 Prozent) kommen. Mit jeweils 59 Prozent sind das Vertrauen in Nachrichtenorganisationen und in die nationale Regierung exakt gleich stark ausgeprägt. Der generelle Umgang der Medien mit der Corona Krise wird vom Großteil der Befragten eher positiv bewertet. So stimmen 60 Prozent zu, dass die Medien dabei geholfen hätten, die Krise zu verstehen. Laut 65 Prozent der Befragten halfen die Medien außerdem dabei zu erklären, was jeder tun kann, um sich selbst und andere zu schützen. Der Konsum von Printmedien ist während der Pandemie um durchschnittlich 2 Prozent gefallen. Dieser Rückgang kann vor allem mit den Ausgangsbeschränkungen begründet werden, die den Zugang zu Printmedien erschwert haben. 
Quelle: http://www.digitalnewsreport.org/

______________________________________Ende _____________________________________

 

Berechne nun deine Lesegeschwindigkeit mit folgender Formel: 

Lesegeschwindigkeit (in Wörtern pro Minute) = 60*425 Wörter / (deine Zeit in Sekunden)

Die durchschnittliche Lesegeschwindigkeit liegt bei 200 bis 250 Wörtern pro Minute. Bestimmt warst du etwas schneller. Da es beim Lesen aber vor allem darum geht, den Textinhalt zu erfassen, wollen wir nun ermitteln, wie gut du diesen noch abrufen kannst. Beantworte dazu die Fragen im Quiz.

Insgesamt konntest du 50 Punkte erreichen.

Notiere dir, wie viel Prozent der Fragen du richtig beantworten konntest. (50 Punkte = 100%, 40 Punkte = 80%, 30 Punkte = 60%, 20 Punkte = 40%, 10 Punkte = 20%)

Jetzt kannst du deine effektive Leserate berechnen: 
Effektive Leserate (in Wörtern pro Minute) = Lesegeschwindigkeit * Testergebnis in Prozent

Die effektive Leserate gibt dir nun an, wie schnell deine Lesegeschwindigkeit bei gutem Textverständnis ist. Liegst du bei 300 Wörtern oder mehr, liest du schon um einiges schneller als der Durchschnitt.