Archiv

Innovation
Werbeplakat für die „Spinning Discokugel"

Ein Werbeplaket für die „Spinning Discokugel" zwischen anderen Projekten der Studenten. | Bild: Nina Trefs

Innovation Werbeplakat für die „Spinning Discokugel"

Ein Werbeplaket für die „Spinning Discokugel" zwischen anderen Projekten der Studenten. | Bild: Nina Trefs
 

03 Jul 2022

Eigentlich ist die „Spinning Discokugel" nichts weniger, als der Versuch, Gefühle in Farben auszudrücken. Einige Studenten im zweiten Semester an der Hochschule der Medien Stuttgart arbeiten derzeit an diesem Projekt und haben es auf der MediaNight am 30. Juni vorgestellt.

Moritz Kronberger

Crossmedia-Redaktion / Public Relations
seit Wintersemester 2022
Social MediaSportGeschichte

Zum Profil

Nina Trefs

Crossmedia- Redaktion/ Public Relations
seit Sommersemester 2022

Zum Profil

Sind Atmosphäre oder Gefühle messbar?

Wirkliche Gefühle messen die Studenten mit ihrer Discokugel zwar nicht, allerdings misst ihr Gerät andere, greifbarere Werte und analysiert diese. Es werden Luftfeuchtigkeit und Temperatur gemessen und ausgewertet, und aufgrund der Ergebnisse werden informierte Thesen über die Atmosphäre im Raum aufgestellt. Natürlich könnte ein Mensch, der die Discokugel manuell einstellt, vielleicht genauere Aussagen über die Stimmung im Raum treffen, aber das Projekt beschäftigt sich mit der Automatisierung von menschlichen Gefühlen und entwickelt hierfür ein Konzept, das sich wahrscheinlich nicht nur auf Partystimmungen anwenden lassen wird.

Technische Anforderungen

Die Konstruktion der Studenten wurde selbst entwickelt und gebaut, auch, weil keine kaufbare Alternative existierte. Dazu gehört unter anderem ein Motor unter der Kugel, der für die Drehfunktion derselben zuständig ist und außerdem als Stütze dient. Für den automatisierten Aspekt des Projekts ist ein raspberry pie, ein winziger Computer, zuständig, dessen Code mit der Programmiersprache „Python" speziell für den Luftfeuchtigkeitssensor geschrieben wurde.

Ein Blick auf den Code, das Herzstück der „Spinning Discokugel". | Bild: Nina Trefs

Die Erfinder

Die Verantwortlichen für das Projekt studieren, wie bereits erwähnt, in ihrem zweiten Semester an der Hochschule der Medien Stuttgart und haben sich, als sie zwischen Hausarbeit und Projekt wählen mussten, für eben dieses Projekt entschieden. Ihren Fortschritt haben die Erfinder*innen nun auf einem Stand im Rahmen der MediaNight am 30. Juni ihren Kommiliton*innen präsentiert.

Der Stand des Projekts „Spinning Discokugel" auf der MediaNight am 30. Juni. | Bild: Nina Trefs

Auswirkungen des Projekts

Manchen mag dieses Projekt in seiner Funktion vielleicht trivial vorkommen. Schließlich ließe sich das erhoffte Ergebnis manuell vielleicht sogar einfacher erzeilen. Allerdings könnten die erlangten Ergebnisse im Bezug darauf, wie man wissenschaftliche Messungen als menschliche Gefühle interpretiert, weiterreichende Konsequenzen nach sich ziehen und in diesem Forschungsfeld zu neuen Erkenntnissen führen. Wie bereits ausgeführt, lässt sich dieses Konzept unter Umständen auch auf andere Projekte beziehen und entsprechend anwenden.