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Macht in Zukunft eine App Bauanleitungen für Lego überflüssig? | Bild: Erik Radtke

Archiv Lego & Co.
Die Bauanleitung der Zukunft

Macht in Zukunft eine App Bauanleitungen für Lego überflüssig? | Bild: Erik Radtke

05 Feb 2021

Alles wird digital! Mit Augmented Reality könnten Bauanleitungen aus Papier bald der Vergangenheit angehören. Zwei Studenten zeigen den aktuellen Stand der Technik.

Erik Radtke

Crossmedia-Redaktion / Public Relations
seit Wintersemester 2020
GamingTechnik

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Eines der Projekte, welches auf der virtuellen Media Night der Hochschule der Medien gezeigt wurde, war von Kevin Pakula und Maximilian von Detten. Sie haben eine App entwickelt, die es ermöglichen soll, ohne physische Anleitung ein Lego-Set zu bauen. Möglich wird dies durch Augmented Reality (AR). Derzeit befindet sich das Projekt noch in einem sehr frühen Stadium. Es zeigt aber bereits jetzt, was wir in Zukunft erwarten können.

Ziel des Projekts ist es, die Vorgehensweise des Lego-Bauens neu zu gestalten. So wird die herkömmliche Anleitung gegen eine App ersetzt. Man hält nur noch ein Handy vor das Lego-Set und sieht direkt, wo der nächste Stein platziert werden muss. Die App ist und bleibt aber ein Prototyp, denn die Technik ist, sagen die Studenten, noch nicht fortschrittlich genug. Vor allem die exakte Platzierung der Steine bereitet Probleme. Ausgerechnet die Oberfläche eines Lego-Steins ist nicht perfekt für die AR geeignet: Um derzeit ein 3D-Objekt gut zu erfassen, benötigt man viele Kanten und eine starke Struktur, wie die einer Ananas. Diese können Lego-Steine, die aus einer glänzenden Plastikfläche bestehen, nicht bieten.

Die App zeigt an, wo das Fenster der Kehrmaschine eingesetzt werden muss (linkes Bild). Die App zeigt an, wo das Fenster der Kehrmaschine eingesetzt werden muss (linkes Bild). | Bild: Maximilian von Detten, Kevin Pakula

Maximilian ist der Meinung, dass diese Technik in frühestens fünf Jahren voll funktionstüchtige Apps, die beispielweise als Lego-Bauanleitung dienen, ermöglichen wird. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Entwicklungen noch nicht weit genug fortgeschritten. Doch Firmen wie Apple scheinen viel in die Verbesserung zu investieren. Die Gerüchteküche brodelt derzeit: So soll Apple in der Zukunft an Brillengläsern arbeiten, die diese Technik beinhalten. Die neuesten iPhones besitzen bereits einen eingebauten Sensor, den sogenannten Lidar-Sensor. Dieser kann mit Laserpulsen die Entfernung zu bestimmten Objekten messen und diese identifizieren.

Augmented Reality verankert sich immer mehr in unserem Leben. Bisher konnten gerade spielerische Apps wie Pokémon Go große Aufmerksamkeit mit dieser Technik erreichen. Es gibt auch schon eine Maßband-App für das iPhone, die mit der erweiterten Realität ganz ohne Maßband Abstände ausmessen kann. Die Zukunft wird zeigen, ob wir bald auch eine neue Art der Bauanleitung nutzen werden.

In diesem Video von Maximilian von Detten und Kevin Pakula bekommt man einen kleinen Einblick in die Funktionen der App.