Bezahlkarte 6 Minuten

Ein Jahr Bezahlkarte – noch immer umstritten

Geflüchteter Ammar hält seine Bezahlkarte in die Kamera
Vor zwei Jahren kam Ammar aus Syrien nach Deutschland. Die Bezahlkarte bedeutet für ihn im Alltag eher eine Hürde als eine Erleichterung. | Quelle: Nils Wagner
11. Febr. 2026

Seit rund einem Jahr bekommen Geflüchtete nur noch wenig Bargeld ausgezahlt – stattdessen erhalten sie staatlichen Leistungen auf einer Karte mit Guthaben. Eine wirksame Maßnahme gegen Geldabflüsse ins Ausland oder eine weitere Hürde für Integration? Kommunen, Verantwortliche aus der Politik und ein Betroffener teilen ihre Erfahrungen. 

Baden-Württemberg führt die Bezahlkarte seit Dezember 2024 schrittweise ein. Sie soll Schleuserkriminalität verhindern und Verwaltungsprozesse vereinfachen. 34.000 aktive Bezahlkarten sind in dem Bundesland mittlerweile im Umlauf (Stand 11.12.2025). Zwischen organisatorischen Umstellungen und alltäglichen Chancen und Herausforderungen entsteht ein differenziertes Bild darüber, wie das Modell angenommen wird und welche Fragen weiterhin offenbleiben.

Ist die Bezahlkarte eine berechtigte Maßnahme und erfüllt ihre Ziele? Oder hindert sie Integration?