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Kurzfilm zu Panik
Amely – ein Leben in Panik

Bildausschnitt des Kurzfilms „Amely“. | Bild: Kim Mehnert, Clemens Schwiedessen, Jan Siegle

Kurzfilm zu Panik Amely – ein Leben in Panik

Bildausschnitt des Kurzfilms „Amely“. | Bild: Kim Mehnert, Clemens Schwiedessen, Jan Siegle
 

02 Jul 2022

Panikattacken können jede*n treffen, doch viele Menschen unterschätzen, wie schlimm sie wirklich sein können. Der Kurzfilm „Amely“ zeigt Nicht-Betroffenen, wie es sich anfühlt, Panikattacken durch die Augen der Protagonistin zu erleben.

Sabrina Del Nunzio

Crossmedia-Redaktion / Public Relations
seit Sommersemester 2022

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Marie Starzmann

Crossmedia-Redaktion / Public Relations
seit Sommersemester 2022
GesellschaftswissenschaftenFeminismusPsychologie

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Pochendes Herz, laute Geräusche in der U-Bahn, alles dreht sich. Blicke, die ruckartig von links nach rechts wandern. Alles wird zu viel. Die Zuschauer*innen des Kurzfilms „Amely“ erleben hautnah die Panikattacke der Protagonistin. Die Macher des Films, drei Medienwirtschaftsstudenten der Hochschule der Medien Stuttgart, nehmen die Zuseher*innen mit in die Welt von Amely, die an Panikattacken leidet.

„Wir werfen die Zuschauer*innen ins kalte Wasser. Ohne zu sagen, was jetzt passiert, fängt der Film auch mit einer Panikattacke an“, sagt Clemens Schwiedessen über den Film im Interview mit der edit-Redaktion. Zusammen mit Kim Mehnert und Jan Siegle haben die Medienwirtschaftsstudenten den Kurzfilm über Panikattacken produziert. Um eine genaue Vorstellung für das Thema zu entwickeln, hat das Team die von Panikattacken betroffene Amely interviewt. Die drei Studenten versuchen ihre Panikattacken visuell für das Publikum darzustellen. Im Film wird Amely anonymisiert, nur ihre Stimme ist zu hören:

„Alles voll mit Adrenalin, mein Herz schlägt so laut, dass ich das bis in meinen Kopf höre... Eine Panikattacke kann jederzeit auftauchen…“ – Amely

Während des Drehs hat das Filmteam selbst einen Lernprozess durchlaufen. Sie hätten Panikattacken und davon betroffene Menschen unterschätzt: „Am Anfang dachte ich diese Personen übertreiben so ein bisschen und jetzt auf keinen Fall“, gibt Schwiedessen zu. Man müsse sehr vorsichtig sein, dass man dem Thema gerecht werde, da so viel mehr dahinterstecke.

Bunte Farben zeigen die Emotionen während einer Panikattacke Kräftige Farben prallen aufeinander und stellen Amelys aufgewühlte Emotionen dar. | Bild: Kim Mehnert, Clemens Schwiedessen, Jan Siegle

Der Kurzfilm soll betroffenen Menschen zeigen: „Du bist nicht allein.“ Des Weiteren wollen die Macher des Films Verständnis schaffen und die Schwere von Panikattacken näherbringen. Die größte Herausforderung sei gewesen die Gefühlswelt von Amely zu visualisieren. „Das ist unsere größte Aufgabe diesem Thema gerecht zu werden“, sagt Schwiedessen sichtlich berührt. Das ist der Gruppe auf jeden Fall gelungen.

„Amely“ wurde bei der MediaNight an der Hochschule der Medien in Raum 011 ab 18.15 Uhr mehrmals vorgeführt.