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Dokumentarfilm
Das Revival der Analogfotografie

Die Analogkamera begleitet Tim Kühnle auf Schritt und Tritt. | Bild: Nikolaus Frielitz

Dokumentarfilm Das Revival der Analogfotografie

Die Analogkamera begleitet Tim Kühnle auf Schritt und Tritt. | Bild: Nikolaus Frielitz
 

24 Jan 2023

Die analoge Fotografie feierte in den letzten Jahren ein großes Revival. Aber woher kommt dieser Trend eigentlich? Was ist der Reiz an der Retro-Fotografiertechnik und wie funktioniert sie genau? Antworten darauf gibt der Kurzfilm „why film is not dead“.

Greta Seeburger

Crossmedia-Redaktion/Public Relations
seit 2022

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Mila Schmitz

Crossmedia-Redaktion / Public Relations
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Kreativität, Emotion und Erinnerungen - die Kunst der Fotografie beschäftigt die Menschheit schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts. In ihren Anfängen ausschließlich analog und mit der Erfindung der Speicherkarte zunehmend digital, stellte der Umgang mit einer Kamera für viele schon immer eine Faszination dar. Im Zeitalter der Digitalisierung kommt seit einigen Jahren eine gewisse Nostalgie auf, welche die Begeisterung an analoger Fotografie zurückbringt. Der Kurzfilm „why film is not dead“, der von drei Studenten der Hochschule der Medien produziert wurde, handelt von diesem Phänomen und wird am 26. Januar bei der Media Night vorgeführt.

„Bei der Analogfotografie geht es nicht darum, das perfekte Foto zu machen, sondern den Moment realistisch einzufangen.“ – Tim Kühnle

Tim Kühnle, Luis Guillen und Nikolaus Frielitz studieren Medienwirtschaft im vierten Semester. Im Rahmen der Lehrveranstaltung Digitales Bewegtbild haben sie den Film „why film is not dead“ produziert. Der Film beschäftigt sich mit der analogen Fotografie und der Frage, wieso diese sich wieder so großer Beliebtheit erfreut.  An der analogen Fotografie gefällt ihnen persönlich die Unperfektheit und Ästhetik der Bilder.

Protagonist des Films ist Tim Kühnle, welchen die Zuschauer*innen auf eine Reise rund um die analoge Fotografie begleiten. Er beschreibt, was ihn an der Analogfotografie begeistert und wie er selbst dazu gekommen ist. Was Tim in dem Film erzählt, entspricht seinen echten Erfahrungen. „Es ist ein Thema, was mich sehr beschäftigt”, erklärt er im Interview. „Ich mache das jetzt eigentlich noch gar nicht so lange, erst ein Jahr, aber vor allem im Sommer habe ich damit viel Zeit verbracht.”
Tim besucht in „why film is not dead” unter anderem ein Fotolabor, wo ihm gezeigt wird, wie ein Film entwickelt wird.

Für den Dreh ihres Films haben die drei Studenten ein Fotolabor besucht. | Bild: Nikolaus Frielitz
Der Inhaber des Fotolabors zeigt Tim, wie ein Film entwickelt wird. | Bild: Nikolaus Frielitz
Ein Analogbild, das beim Filmen entstanden ist. | Bild: Tim Kühnle

Die Planung des Filmprojekts begann im Oktober 2022. Zuerst schrieben die drei Studenten ein Drehbuch und nahmen Kontakt zu Fotograf*innen und Fotostudios auf. Dann ging es an das Drehen des Films, wobei Nikolaus Frielitz eine wichtige Rolle spielte. Er beschäftigt sich neben dem Studium mit Film und Fotografie und besitzt dementsprechend Equipment. „Dadurch wurde das Ganze dann wirklich recht professionell”, finden die drei Jungs. Es sei ihnen zudem wichtig gewesen den Look der analogen Fotografie in der Ästhetik des Films widerzuspiegeln, erklärt Luis Guillen.

Was ist analoge Fotografie?

Analoge Fotografie bezieht sich auf die Verwendung von analogen Kameras und Filmen, bei denen Licht durch Interaktion mit Chemikalien auf dem Film ein Bild aufnimmt. Diese Bilder werden dann in einem Fotolabor (Dunkelkammer) entwickelt, um sie sichtbar zu machen.

„Why film is not dead“ richtet sich an Interessenten der Analogfotografie und alle, die mehr darüber erfahren möchten.  „Es ist immer schön Sachen zu schauen von Leuten, die sich für etwas begeistern - es ist sehr interessant so in eine andere Welt zu schauen“, findet Tim.

„why film is not dead“ wird am 26. Januar bei der Media Night der HdM gezeigt.