Im Takt der Zeit
Die Produktion „Spitzengefühl – die Ballettshow" zeigt am 30. Juni 2026 an der Hochschule der Medien (HdM) verschiedene Tanzformen, vom klassischen Ballett bis hin zu Contemporary Dance. Das Ziel der Produktion ist es, Ballett einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und unterschiedliche Perspektiven auf diese Kunstform zu zeigen. „Jede Tanzart ist ein bisschen anders", erklärt Luisa Saal, die Redaktionsleiterin des Teams. „Ballett wirkt luftig und schwerelos, während Contemporary eher befreit wirkt – Tänzerinnen tanzen zum Teil auf dem Boden, aber trotzdem wirkt alles sehr leicht." Hinter jeder Bewegung stecken dabei intensive Vorbereitung und harte Arbeit. Die Produktion ist am Dienstag, dem 30. Juni um 20.15 Uhr live auf YouTube zu sehen und anschließend dauerhaft auf dem Kanal abrufbar. Zuschauer, die die Show vor Ort verfolgen möchten, sind im Studio willkommen – dort stehen Sitzplätze zur Verfügung.
Vom Konzept zur Bühne
Anna Wenderoth und Luisa Saal sind zwei der 22 Mitwirkenden des Studiengangs „Audiovisuelle Medien“, die zwischen dem vierten und achten Semester studieren. Von Redaktion und Regie bis Licht-, Ton- und Bildtechnik gibt es unterschiedliche Rollen im Team. Anna ist für die Bildtechnik hinter den Kameras verantwortlich, während Luisa als Redaktionsleiterin die Verantwortung für das Delegieren, die allgemeine Organisation und die Zusammenarbeit trägt.
Obwohl „Spitzengefühl – die Ballettshow” für einige sogar die erste TV-Produktion ist, liefen die Vorbereitungen weitgehend reibungslos. Zunächst stand die Frage im Raum, welches Thema man technisch besonders interessant umsetzen kann. Dabei seien sie im Team bei der Idee des Balletts aufgrund des „Performance-Charakters“ hängen geblieben. Mitte Mai begann das Filmteam mit der elektronischen Berichterstattung, in welcher sie mit Tänzerinnen des Stuttgarter Balletts zusammenarbeiteten. Parallel dazu lief die Vorbereitung im Studio schon auf Hochtouren: das Set-Design wurde vorbereitet, der Tanzboden organisiert, die Lichter aufgehängt und die Kamera geprobt.
Gegen Ende stand die Probephase mit den Tänzerinnen im Mittelpunkt, wobei diese für die Studierenden der HdM die zeitaufwendigste und intensivste war. Im Endspurt arbeiteten die Mitwirkenden von früh bis spät im Studio. „Wir brauchen wirklich jeden. Wenn eine Person fehlt, funktioniert das Ganze nicht mehr“, ergänzt Luisa mit Blick auf die Zusammenarbeit. Das Team sei hochmotiviert und werde erleichtert sein, wenn alles so funktioniere wie geplant. „Jetzt ist die Kommunikation besonders wichtig, mit jeder Probe wird man eingespielter", betont Luisa.
Zu Gast im HdM Studio
Das Ensemble des Abends setzt sich aus Tänzerinnen mit unterschiedlichen Ausbildungswegen zusammen. Den Auftakt gestaltet Roberta Di Laura – Tänzerin, Choreografin und Mitglied des International Dance Council. Die 1992 in Tarent geborene Pädagogin zeigt eine Solovorstellung im klassischen Ballett. Zwischen den Performances finden Talks mit den Gästen statt, in denen Themen wie Tanzpädagogik, Nachwuchsförderung und die Entwicklung des Tanzes von klassischen bis zu zeitgenössischen Formen besprochen werden. Außerdem lädt Roberta Di Laura das Publikum zu einem Mitmachtanz ein. Ebenfalls auf der Bühne steht Carmen Schneider, Absolventin der Professional Dance Academy Stuttgart. Ihr Repertoire umfasst Ballett, Contemporary, Modern und Jazz. Im Rahmen der Talks gibt sie Einblicke in die verschiedenen Tanzstile und deren Unterschiede. Zudem ist sie gemeinsam mit ihrer Tanzpartnerin in einem Duett zu sehen.
Den Abschluss des Aufführungsteils bildet eine Gruppe von 15 Tänzerinnen der Professional Dance Academy mit einer Contemporary-Dance-Choreografie. Ergänzt wird das Programm durch vier Einspieler: Das Projektteam hat im Vorfeld das Stuttgarter Ballett, die John Cranko Schule, das Tanz Atelier Vaihingen und Gauthier Dance besucht und gefilmt, um einen Einblick in die Stuttgarter Tanzszene zu geben. Von der klassischen Solovorstellung bis zur Contemporary-Choreografie beweist die Stuttgarter Tanzszene an diesem Abend, was der Abend von Anfang an verspricht: Ballett ist weit mehr als ein elitäres Klischee.