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Animationsfilm
Eine Biene auf ihrer letzten Reise

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Die letzte Biene auf der Suche nach etwas Überlebendem | Bild: Elisa Berger

Animationsfilm Eine Biene auf ihrer letzten Reise

Die letzte Biene auf der Suche nach etwas Überlebendem | Bild: Elisa Berger
 

28 Jan 2023

Eine Rezension über „The Last (Bee)ing“: Der von Student*innen produzierte Animationsfilm weist auf die desaströsen Zustände unserer zukünftigen Welt hin – wenn die Menschheit ihr Verhalten nicht grundlegend ändert.

Rosalie Etienne

Crossmedia Redaktion
seit 2022

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Hanna Mihm Ruiz

Crossmedia-Redaktion/Public Relations
seit Oktober 2022

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Im Zuge der MediaNight, welche am 26.01.2023 an der Hochschule der Medien Stuttgart stattfand, haben vier Studierende ein Projekt verwirklicht, das eine aussagekräftige Botschaft vermittelt. Der gelungene Animationsfilm trägt den Titel „The Last Bee(ing)“ und veranschaulicht auf emotionale Art und Weise genau das, was der Name schon verspricht: die verheerenden Folgen des menschengemachten Klimawandels.

Ein kurzer Animationsfilm über eine zerstörte Welt im Jahre 2030, eine Welt voller Müll und ohne Leben.

Ein Film von Elisa Berger, Eda Koyuncu, Luisa Lutz und Marcel Wohlfahrt für die Media Night an der Hochschule der Medien.

Die Zuschauer*innen begleiten eine Biene auf ihrer letzten Reise durch eine von Müll übersäte Welt. Vergeblich sucht das kleine Tier nach etwas anderem Überlebenden. Tatsächlich findet sie eine Blume, die sich letztendlich jedoch als Verpackungsaufdruck herausstellt.

Die mit „Blender“ animierte Blume aus„The Last (Bee)ing“ | Bild: Elisa Berger

Obwohl der Film keinen gesprochenen Text enthält, ist die Aussage eindeutig. Gerade die Menschen unserer jungen Generation beschäftigt die Problematik des Klimawandels enorm. Ohne Frage wird der eine oder die andere Zuschauer*in beim Ansehen des Films emotional, was durchaus so gewollt ist. Es ist beeindruckend, wie es den Produzent*innen gelingt, trotz der Kürze des Films und dem fehlenden Dialog, Empathie in den Zuschauern zu wecken – eine Kunst, die von erstklassigem Storytelling zeugt. 

„Eigentlich wurde uns davon abgeraten, dass wir so viel Storytelling machen, aber wir wollten einen Film produzieren, der etwas aussagt.“ – Elisa Berger

Die Filmmacher beschreiben „The Last (Bee)ing“ als ihr Herzensprojekt. Ein ganzes Semester haben die vier Medieninformatik-Student*innen an dem Projekt gearbeitet. Sie haben viel Zeit und Mühe in die Produktion gesteckt, vor allem in das Erstellen der Assets: Jede Cola-Dose, Plastikflasche oder Zigarettenpackung haben sie einzeln mit dem Programm „Blender“ animiert. Obwohl sie davor wenig bis keine Erfahrung mit der Software hatten, sind sie sehr zufrieden mit dem Endergebnis, wie Luisa Lutz uns im Interview erzählt. Und das zurecht: Die gelungenen Animationen und die niedliche Gestaltung der Biene, die sofort Sympathie weckt, begeistern bereits nach der ersten Szene.

Cover des Animationsfilms "The Last (Bee)ing" | Bild: Elisa Berger

Ob die Biene letztendlich überlebt oder nicht, bleibt offen. Doch in einer Welt, in der die letzte existierende Blume auf eine Milka-Verpackung gedruckt ist, hat The Last (Bee)ing wohl kaum eine Chance. Der eingeblendete Text am Ende des Films ruft dazu auf, das zu verhindern: „The earth will look like this in 2030, if we don‘t change our current behavior.“