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Der animierte Hauptcharakter schaut hinab zu den Bürgern Babylons. | Bild: Denise Schindler

Archiv Animationsfilm
Aus einer Scheune bauen wir eine ganze Welt

Der animierte Hauptcharakter schaut hinab zu den Bürgern Babylons. | Bild: Denise Schindler

03 Feb 2021

Die Produktion des animierten Kurzfilms „Babylon“ hat mit einfachen Bewegungen in einer Scheune begonnen. Nach vielen Stunden Arbeit und einigen Herausforderungen endet dieses Projekt in einer neu erschaffenen Welt.

Sarah Anthony

Crossmedia-Redaktion/ Public Relations
seit Wintersemester 2020

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Carolin Ruoff

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„Es gab keine Woche, in der wir nichts Neues dazu gelernt haben“, beschreibt die stellvertretende Produktionsleiterin Denise Schindler die Entstehung des animierten Kurzfilms „Babylon. Nach etwa vier Monaten Arbeit stellt die Gruppe zufrieden fest, dass das Projekt trotz kleiner Schwierigkeiten gut realisiert wurde. Babylon ist eine fiktive Stadt auf dem ausgetrockneten Meeresboden. Ziel der Bewohner*innen ist es, zu einem sorgenfreien Ort namens „Eden“ aufzusteigen. Was sie dort genau erwartet ist jedoch ungewiss.

5000 Stunden Arbeitszeit

Viele Arbeitsschritte, wie unter anderem die 3D-Modellierung und das Texturieren, erfolgten gleichzeitig und wurden kontinuierlich verbessert. Hervorzuheben ist der Einsatz eines speziellen Anzuges: Ein sogenannter „Motion Capture Suit“ nimmt alle Bewegungen von Mitentwickler Laurens Thiersch in seiner Scheune auf. Anschließend werden die Bewegungsdaten am Computer auf den Charakter in die animierte Welt übertragen. Im Vergleich zu klassischen „Keyframes“ sehen dadurch menschliche Bewegungen realistischer aus. Die Produktion wurde auf unkonventionellem Weg in einer „Game-Engine“ realisiert. Dabei handelt es sich um ein spezielles Programmiergerüst für Computerspiele.

Die größten Schwierigkeiten waren sowohl technischer als auch menschlicher Natur. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation musste das zwölfköpfige Team von Zuhause aus arbeiten. Langsame Internetverbindungen, große Datenmengen und instabile Programme haben die Arbeit erschwert. Andererseits sind Anfahrtswege zur Hochschule weggefallen und es konnte rund um die Uhr gearbeitet werden.

Das Team hatte bis dahin wenig Erfahrung mit solcher Software. „Ein Problem für mich war der Switch zwischen den verschiedenen Programmen. Blender wird beispielsweise ganz anders navigiert als Unreal und die Shortcuts stimmen nicht mehr überein“, beschreibt Tim Stricker vom Produktionsteam. Mit Hilfe von Tutorials und 15 Wochen Arbeit ist das Ergebnis bald zu sehen.

Am 4. Februar wird dieser Film bei der Media Night der Hochschule der Medien Stuttgart vorgestellt. Den Livestream zur Online-Veranstaltung gibt es auf der Internetseite der Media Night.