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Eigenproduktion
„Prime Time“ – Ein Song entsteht an der HdM

Daniel Knüttel (vorne) und Robin Herrmann im Tonstudio der HdM | Bild: Fritz Wirbitzky

Eigenproduktion „Prime Time“ – Ein Song entsteht an der HdM

Daniel Knüttel (vorne) und Robin Herrmann im Tonstudio der HdM | Bild: Fritz Wirbitzky
 

26 Jan 2022

An der Hochschule Musik zu machen eröffnet einem viele Möglichkeiten, hat aber auch ein paar Tücken. Zwei junge Musiker berichten über ihren Song „Prime Time“, der auf der Media Night vorgestellt wird.

Fritz Wirbitzky

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Musik

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Sophia Rapp

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Es ist Mittwoch, anderthalb Wochen vor der MediaNight, im Tonstudio der HdM. Robin Herrmann und Daniel Knüttel spielen ihrem Kurs den selbst produzierten Song „Prime Time“ vor. Daniel wippt mit dem Bein und wirkt schon ziemlich zufrieden. Es werden nur noch Kleinigkeiten angemerkt. Der Song ist so gut wie fertig.

„Prime Time“ ist ein deutschsprachiger Pop-Song, der stark an den Cro von 2013 erinnert – nur mit mehr Auto-Tune. Robin und Daniel haben ihn zusammen geschrieben, produziert und auch selbst gesungen. Gitarre, Bass und Schlagzeug wurden von Kommilitonen für sie eingespielt. Diese Möglichkeit zu haben ist für Robin ein großer Vorteil am Aufnehmen im Studio: „Klar kommt es besser, wenn wir hier in der HdM ein echtes Schlagzeug aufbauen und es noch geil mikrofonieren.“ Auch das Mixing macht Daniel an einem großen Pult mehr Spaß. „Das ist halt ein ganz anderes Ding, als zuhause mit der Maus irgendwelche Regler zu bedienen.“ Den Gesang haben die beiden trotzdem bei sich zuhause aufgenommen. Da haben sie die Software ihres Vertrauens und kommen schneller zum Ergebnis.

Zum Thema oder Genre des Songs gab es keine besonderen Vorgaben vom betreuenden Professor. „Es muss halt nur gewisse technische Anforderungen erfüllen“, meint Robin. Die Produktion ist schließlich Teil einer Prüfungsleistung und wird bewertet. Trotzdem ist der Song in erster Linie etwas, was Robin und Daniel gefällt und ihren Geschmack trifft. „Weil die Texte und Melodien teilweise echt privat sind, haben wir auch überlegt, den Song nochmal privat zu veröffentlichen.“ Um „Prime Time“ auf eine Plattform wie Spotify zu bringen, mit der man Geld verdienen kann, muss jedoch noch viel geändert werden. An Aufnahmen, die in der HdM gemacht wurden, haben die Studierenden nämlich keine Rechte. Der Song an sich gehört aber Robin und Daniel.

„Mein Traum wäre schon von der Musik leben zu können“, sagt Robin. Er möchte sich als Künstler versuchen, während Daniel sich eher im Songwriting und Producing für andere Acts sieht. Mit der Vorstellung von „Prime Time“ auf der MediaNight machen die beiden auf jeden Fall einen Schritt in diese Richtung.