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Mit VR: Horror hautnah erleben

Zwei Männer sitzen mit einer VR-Brille vor einem PC
Im GamesLab der HdM arbeitet Raffael Bucureasa (l.) am visuellen Design von „Silent Veil“. | Quelle: Bastian Obermayer
26. Jan. 2026

VR-Brille aufziehen und los gehts: Mit „Silent Veil“ liefert ein Entwicklerteam an der Hochschule der Medien ein Horror-Game, das die Spieler direkt in eine düstere Welt treten lässt.

Virtual Reality (VR) erlaubt Videospiel-Fans noch tiefer als jemals zuvor in Fantasierealitäten einzutauchen. Das Erleben von virtuellen Welten begeistert auch an der Hochschule der Medien ein Team an Entwicklern, die sich als VR-Fans dazu entschlossen haben, ihr eigenes Spiel zu erschaffen.

Raffael Bucureasa ist ein Teil des siebenköpfigen Entwicklerteams. Er studiert Mobile Medien im 6. Semester und übernimmt in seinem ersten Game-Projekt die visuelle Gestaltung des Spiels. Orientiert hat er sich am Design der Spiele, die ihn in seiner Jugend geprägt haben. Dazu gehören „Resident Evil“, „Outlast“ oder auch „Silent Hill“, welches er als eine große Inspiration für das Projekt nennt. Mit einem Retro-Grafikstil, der an die Playstation 1 erinnert, entsteht eine absichtlich leicht verpixelte, sehr dunkle und Unbehagen auslösende digitale Welt. „Wir erschaffen psychologischen Horror, wir benutzen das Unerwartete und erschaffen mit Sound viel Atmosphäre“, so Bucureasa.

Direkt im Geschehen

In „Silent Veil“ manövriert man sich im Schein einer Taschenlampe durch ein dunkles, scheinbar verlassenes und heruntergekommenes Haus. Das Ziel dabei ist es, Rätsel zu lösen und ein Monster zu meiden, um den Weg hinauszufinden. Der Fokus liegt laut Bucureasa hierbei nicht auf einer komplizierten Spielmechanik. Viel eher soll er auf der düsteren Atmosphäre liegen, die durch nervenaufreibendes und unvorhersehbares Sounddesign entsteht.

Einzigartig macht das Spiel aber natürlich auch die VR-Mechanik. Sobald man die VR-Brille aufzieht, findet man sich unmittelbar zwischen staubigen Kommoden, alten Ölgemälden und blutigen Monstern in der Horror-Welt von „Silent Veil“ wieder. Laut Bucureasa verstärkt das Gefühl, unmittelbar im Geschehen zu sein, den Effekt des psychologischen Horrors. Die Atmosphäre wird direkt aus der Ich-Perspektive hautnah wahrgenommen. Der Soundtrack wird direkt durch das VR-Headset abgespielt.

 

Screenshot aus dem Spiel: Ein düsterer Büroraum
Die dunklen Schatten in der Welt von "Silent Veil" sollen das Unbehagen der Spieler verstärken | Quelle: Raffael Bucureasa
Ein Mann trägt ein VR-Headset. Ein anderer sitzt am Schreibtisch.
Die Entwicklung eines VR-Games ist auch mit intensiven Testphasen verbunden. | Quelle: Bastian Obermayer
Screenshot aus dem Spiel: Ein dunkler Gang mit Gemälden an der Wand
Ein Einblick in die düsteren Korridore des Spiels. | Quelle: Raffael Bucureasa
Ein Mann erklärt einem anderen Mann ein VR-Headset
Auch das Autorenteam durfte „Silent Veil“ ausprobieren. | Quelle: Bastian Obermayer
Bild des Logos von des Spiels
Schon das Titelbild stellt die Retro-Ästhetik des Spiels zur Schau | Quelle: Raffael Buccureasa

Die Herausforderungen der Game-Entwicklung

Ein Spiel dieser Art zu entwickeln ist nicht leicht. Seit November ist das Team intensiv damit beschäftigt, den Spielablauf zu perfektionieren. Eine der größten Hürden, die überwunden werden musste, ist die Koordination der Teamarbeit. Auch die Deadline der Media Night rückt näher und das Team muss noch immer einige kleinere Mängel am Spiel beheben. Darum müssen sie einzelne unvollendete Rätsel für die Vorstellung des Spiels vorerst zurückhalten. Raffael Bucureasa sieht allerdings trotz Stress optimistisch in die Zukunft. „Wir können uns vorstellen in der Uni oder auch in der Freizeit weiterzumachen“, erklärt er lächelnd, und versichert, dass die Entwicklung des Spiels nicht mit der Media Night endet. 

Auf der Media Night wird „Silent Veil“ vorgestellt. Natürlich soll es dort auch für Besuchende möglich sein, selbst die Brille aufzuziehen, und in die düstere Horrorwelt einzutauchen.