Die Welt retten? Ganz einfach!
Abschlepper Hook aus „Cars“ trifft das Großstadt-Zebra Marty aus „Madagaskar“ in der klimatisierten Wüste des Aniversums:
Is‘ ja irre. Ein schwarzes Pferd mit weißen Streifen!
Ich bin’n Zebra! Weiß mit schwarzen Streifen! Weiß ich seit der Wildnis.
Und ich bin Sir Hook, Abschlepper aus Radiator Springs.
Ich heiße Marty. Bin aus New York aus dem Grand Central Zoo.
Du erinnerst mich an das Abschlussrennen vom World-Grand-Prix in England: Mein Freund Ramone hatte auch so coole Streifen. Die Rennwagen sind mit Grünschwindel-Treibstoff gefahren. Natürlich war der Ölboss der rücksichtslose Kapitalist, der den Plot gesponnen hat. Und selbstverständlich waren die Schrottkarren seine hirnverbrannten Handlanger. Aber die hirnverbrannteste Schrottkarre, der nervige Volltrottel-Nerd-Abschlepper-Hook hat einen besseren Job gemacht als die CIA und der MI6 zusammen. In zwei Schulstunden mit großer Pause habe ich einfach die Ölindustrie ausspioniert. Als Andenken hat mir die Queen zwei Dellen auf die Motorhaube geschlagen und mich zum „Sir“ gemacht. Karamba! Das war ein Abenteuer. Aber jetzt, wo ich drüber nachdenke: Denkst du die Kinder haben das alles verstanden?
Ach was, die Kinder kapieren das nicht. Du hast die Welt gerettet, bevor die Kinder wussten, dass sie untergeht! Hauptsache vor dem Abspann alles wieder im grünen Bereich und der Ölbaron hat, gemäß der Berufskrankheit ein böses Spiel getrieben. Mit meinem Ausbruch aus dem Zoo, habe ich die pädagogisch wertvolle Tierquälerei beendet.
Du arbeitest im Zoo? Pferde leben doch im Stall.
Und ich dachte Amerikaner tragen nicht den englischen Titel „Sir“. ZEBRAS leben in der Wildnis! Die heißt Madagaskar. Aber die war wilder als gedacht.
Madagaskar? Gibt’s da Zebras?
Egal, merkt ja keiner! Und mein bester Freund Alex, der Löwe hatte Recht. Im Zoo ist es komfortabler. Das Gras kommt auf dem Silbertablett und die Pediküre gibt’s gratis.
Dein bester Freund ist ein Löwe? Karamba! Dann bist du ja sein Lieblingsfrischfleisch.
Der König der Tiere hat mir, dem armen Beutetier, tatsächlich auch mal in den Hintern gebissen. Nach 10 Jahren Haft habe ich in der Wildnis endlich meine animalischen Wurzeln entdeckt. Aber der Löwe hat irgendwann nur noch perfekt geformte Steaks gesehen. Die Menschen hätten ihm davor einen Crashkurs über „Wie werde ich wild, ohne meinen Freund zu fressen“ geben sollen. Tiere fressen sich in der Wildnis gegenseitig. DAS hätten unsere lieben Kinder nicht verstanden.
Aber du hast doch in den endlosen Weiten der Wildnis endlich deine Tagträume gelebt, oder?
Oh ja, das habe ich. Aber Alex hatte tierischen Hunger. Deswegen wollten wir am Ende zurück nach New York – dort wo der Löwe mit seinem Schmaus die Bromance lebt!
Das ist ja fast wie im Rivals to Lovers Film „Wall-E“! Eve hätte Wall-E nachhaltig entsorgen müssen. Stattdessen haben sie einfach zusammen die Welt gerettet! So wie du und Alex. Und ihr habt auch gleich lang gebraucht. Was ein Zufall.
Den Film kenne ich auch! Und sind da die Menschen nicht auch wegen einem Ökokollaps 700 Jahre ins Weltall geflüchtet? Aber als ihnen einfällt, dass es die Erde noch gibt, fliegen sie in 59 Sekunden durch die Galaxie zur Erde. Sie setzen einen winzigen grünen Setzling in die furztrockene Erde und schon ist die Welt wieder grün.
Karamba! Da lösen wir fünf bis zum Mittagessen schon drei große Umweltdilemmas. Wir sollten den Kindern dazu mal einen Crashkurs geben. Dann kriegen die das vielleicht auch einfach selber hin, ihre Welt zu retten.