Umwelthelden 4 Minuten

Die Welt retten? Ganz einfach!

Die Animationsfiguren Eve, Hook, Marty und Wall-E löschen die brennende Welt.
Unsere Kindheitshelden sind die besten Weltretter! | Quelle: Benita Lau
21. Mai 2026

Unsere Kindheitshelden haben schon vor über 10 Jahren die Welt gerettet und wir haben es übersehen. Die komplexesten Umweltprobleme sind einfach lösbar – und das in nur 90 Minuten. Nichts scheint unmöglich in der Welt der Animation.

Abschlepper Hook aus „Cars“ trifft das Großstadt-Zebra Marty aus „Madagaskar“ in der klimatisierten Wüste des Aniversums:

Is‘ ja irre. Ein schwarzes Pferd mit weißen Streifen!

Ich bin’n Zebra! Weiß mit schwarzen Streifen! Weiß ich seit der Wildnis.

Und ich bin Sir Hook, Abschlepper aus Radiator Springs.

Ich heiße Marty. Bin aus New York aus dem Grand Central Zoo.

Du erinnerst mich an das Abschlussrennen vom World-Grand-Prix in England: Mein Freund Ramone hatte auch so coole Streifen. Die Rennwagen sind mit Grünschwindel-Treibstoff gefahren. Natürlich war der Ölboss der rücksichtslose Kapitalist, der den Plot gesponnen hat. Und selbstverständlich waren die Schrottkarren seine hirnverbrannten Handlanger. Aber die hirnverbrannteste Schrottkarre, der nervige Volltrottel-Nerd-Abschlepper-Hook hat einen besseren Job gemacht als die CIA und der MI6 zusammen. In zwei Schulstunden mit großer Pause habe ich einfach die Ölindustrie ausspioniert. Als Andenken hat mir die Queen zwei Dellen auf die Motorhaube geschlagen und mich zum „Sir“ gemacht. Karamba! Das war ein Abenteuer. Aber jetzt, wo ich drüber nachdenke: Denkst du die Kinder haben das alles verstanden?

Ach was, die Kinder kapieren das nicht. Du hast die Welt gerettet, bevor die Kinder wussten, dass sie untergeht! Hauptsache vor dem Abspann alles wieder im grünen Bereich und der Ölbaron hat, gemäß der Berufskrankheit ein böses Spiel getrieben. Mit meinem Ausbruch aus dem Zoo, habe ich die pädagogisch wertvolle Tierquälerei beendet.

Du arbeitest im Zoo? Pferde leben doch im Stall.

Und ich dachte Amerikaner tragen nicht den englischen Titel „Sir“. ZEBRAS leben in der Wildnis! Die heißt Madagaskar. Aber die war wilder als gedacht.

Madagaskar? Gibt’s da Zebras?

Egal, merkt ja keiner! Und mein bester Freund Alex, der Löwe hatte Recht. Im Zoo ist es komfortabler. Das Gras kommt auf dem Silbertablett und die Pediküre gibt’s gratis.

„Stur lächeln und winken, Männer!“ Das bekannte Zitata von Skipper aus Madagaskar
Der Anführer Skipper gibt Anweisung zum Ablenkungsmanöver | Quelle: Benita Lau
„Hast du hier in New York schon mal Pinguine in freier Wildbahn gesehen? Natürlich nicht! Wir gehören nicht hier her. Das ist einfach einfach nicht natürlich. Hier ist ne riesige total durchgeknallte Verschwörung im Gange. Und deshalb entfliehen wir in die unermesslichen Weiten der Antarktis. In die Wildnis.“ Das Umwelt-Zitat von Skipper aus Mdagaskar
Die Pinguine haben sich in Martys Gehege vergraben und flüstern dem Zebra ihre Gedanken zu | Quelle: Benita Lau
„Ich will aber nicht überleben. Ich will leben!“ Das bekannte Zitat vom Kommandanten aus Wall-E
Der Kommandant ist mit seinem Autopiloten Otto sichtlich frustriert. | Quelle: Benita Lau
„Irgendwo da ist unsere Heimat. Und sie ist in Schwierigkeiten. Ich kann hier nicht einfach rumsitzen und nichts tun. Das habe ich immer getan. Das haben alle auf diesem blöden Schiff immer getan. Nämlich gar nichts!“ Das Umweltzitat vom Kommandanten aus Wall-E
Der Kommandant diskutiert mit seinem Autopiloten Otto, dass er wieder zur Erde fliegen will | Quelle: Benita Lau
„Esst auf keinen Fall das Pistazienies, das die euch umsonst geben. Das ist nicht mehr frisch.“ Das bekannte Zitat von Hook aus Cars 2
Hook verwechselt Wasabi mit Pistazieneis und stürmt Lightning McQueens Interview | Quelle: Benita Lau
„Stoßen wir an auf das Ende von Allinol und jedem alternativen Treibstoff.“ Das Umweltzitat von Professor Zündapp in Cars 2
Professor Zündapp stößt mit den Gurken auf die Absage von Allinol im Abschlusrennen an | Quelle: Benita Lau

Dein bester Freund ist ein Löwe? Karamba! Dann bist du ja sein Lieblingsfrischfleisch.

Der König der Tiere hat mir, dem armen Beutetier, tatsächlich auch mal in den Hintern gebissen. Nach 10 Jahren Haft habe ich in der Wildnis endlich meine animalischen Wurzeln entdeckt. Aber der Löwe hat irgendwann nur noch perfekt geformte Steaks gesehen. Die Menschen hätten ihm davor einen Crashkurs über „Wie werde ich wild, ohne meinen Freund zu fressen“ geben sollen. Tiere fressen sich in der Wildnis gegenseitig. DAS hätten unsere lieben Kinder nicht verstanden.

Aber du hast doch in den endlosen Weiten der Wildnis endlich deine Tagträume gelebt, oder?

Oh ja, das habe ich. Aber Alex hatte tierischen Hunger. Deswegen wollten wir am Ende zurück nach New York – dort wo der Löwe mit seinem Schmaus die Bromance lebt!

Das ist ja fast wie im Rivals to Lovers Film „Wall-E“! Eve hätte Wall-E nachhaltig entsorgen müssen. Stattdessen haben sie einfach zusammen die Welt gerettet! So wie du und Alex. Und ihr habt auch gleich lang gebraucht. Was ein Zufall.

Den Film kenne ich auch! Und sind da die Menschen nicht auch wegen einem Ökokollaps 700 Jahre ins Weltall geflüchtet? Aber als ihnen einfällt, dass es die Erde noch gibt, fliegen sie in 59 Sekunden durch die Galaxie zur Erde. Sie setzen einen winzigen grünen Setzling in die furztrockene Erde und schon ist die Welt wieder grün.

Karamba! Da lösen wir fünf bis zum Mittagessen schon drei große Umweltdilemmas. Wir sollten den Kindern dazu mal einen Crashkurs geben. Dann kriegen die das vielleicht auch einfach selber hin, ihre Welt zu retten.