Auf Augenhöhe

Menschen in ihrem Alltag sichtbar machen

Studierendengruppe drehen ein Videointerview von einem Alltagshelden in einem U-Bahn Tunnel vor einer Rolltreppe
Ein studentisches Team beim Dreh mit einem Alltagshelden in der Arnulf-Klett-Passage in Stuttgart.
Quelle: Thomas Stephan

„Nah am Menschen“, „auf Augenhöhe“ und auf jeden Fall „reportagig“ solle erzählt werden. Das hören junge Journalist*innen häufig in Redaktionen – gerade in jenen, die journalistische Filme für Onlineformate produzieren. Aber was bedeutet diese Ansage? Wie drehen und erzählen, damit Geschichten echte Einblicke geben, Empathie wecken und die Zuschauenden fesseln?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich im Sommersemester 2026 eine Gruppe von zwölf angehenden Journalist*innen des Studiengangs CR/PR der Hochschule der Medien. Geleitet wurde das Seminar von Thomas Stephan, der nicht nur lange Praxis-Erfahrung mitbrachte, sondern auch noch zwei SWR-Kollegen: Alexander Stein, verantwortlich für regionale Doku-Formate und die Landesschau Baden-Württemberg und Lucas Bartels, Kameramann beim SWR.

Mit Kamera und Mikrofon unsichtbar zu werden

Entstanden sind vier ganz unterschiedliche Reportagen und viele Erkenntnisse: Menschen auf Augenhöhe und „nah" zu begegnen, setzt voraus, sich für Menschen und ihr Leben zu interessieren, bedeutet zuzuhören und wahrzunehmen. Das Besondere im Alltag zu entdecken und sichtbar zu machen, heißt gleichzeitig mit Kamera und Mikrofon quasi unsichtbar zu werden. So können Geschichten über Menschen entstehen, die sich in ihrem Leben Herausforderungen stellen. Manchmal sind das besondere Lebenslagen. Häufig aber ist der Alltag an sich schon Herausforderung, ist er spannend und nicht selten den Blicken und unserer Aufmerksamkeit entzogen.

Alle im Projekt entstandenen Reportagen finden sich auf der Übersichtsseite.

Gruppenbild der Projektteilnehmerinnen
Links nach rechts: Thomas Stephan (SWR und Lehrbeauftragter HdM), Sabeth Wollinger, Amelie Eckstein, Benian Özdüzenciler, Ruth Klages, Liv Wohlfahrt, Rebecca Kunz, Malin Schröder, Johanna Blessinger, Marie Friedrich, Nils Wagner (alle HdM), Alexander Stein (SWR). Außerdem im Projekt aber nicht auf dem Bild: Anni Gebhard, Mia Röhm (HdM) und Lucas Bartels (SWR).
Quelle: Katarina Bader

edit. Redakteur*innen des Projekts