MediaNight 4 Minuten

Wenn Zeitmanagement zum Escaperoom wird

"Escape-Room" Projekt der Media-Night 2026
Stress und schlechtes Zeitmanagement gehören zum Alltag eines jeden Studierenden - genau hier setzt der „Learning Escape Room“ an. | Quelle: Natalia Schöberl, Melanie Feuchtgruber
26. Jan. 2026

Das Projekt „Learning Escape Room“ zeigt Studierenden spielerisch, wie sie gemeinsam Struktur im Chaos finden – und warum Zeitmanagement mehr ist als nur gutes Planen.

Andrea ist gestresst. To-do-Listen stapeln sich, Deadlines verschwimmen und irgendwie scheint der Überblick völlig verloren gegangen zu sein. Statt Struktur herrscht Chaos. Hier kommt das Escape-Room-Projekt des Center for Learning & Development des Study & Career Programms der Hochschule der Medien mit der Idee der „Hochschule der verlorenen Deadlines“ ins Spiel. Was zunächst wie ein klassisches Escape-Game klingt, ist in Wahrheit ein innovatives Lernformat rund um eines der größten Probleme vieler Studierender: Zeitmanagement. Spielerisch, knifflig und mit einer guten Portion Spannung lernen Teilnehmende, wie sie Prioritäten setzen, ihre Zeit sinnvoll planen und sowohl im Team als auch selbstständig Lösungen finden können.

Premiere bei der MediaNight

In diesem Jahr feiert das Projekt seine Premiere bei der MediaNight und wird dort erstmals öffentlich vorgestellt. In den vergangenen Monaten gab es bereits zwei erfolgreiche Testläufe mit Studierenden der HdM. Entwickelt wurde der Escape Room von Luisa, Tülay und Denis, Beschäftigte beim Center for Learning & Development, dass sich mit Beratungen und Workshops gezielt an Studierende richtet.

Vier Boxen symbolisieren die vier Stationen des Escape-Rooms
Mit viel Köpfchen arbeiten sich die Teilnehmenden nach und nach durch die Stationen und finden des Rätsels Lösung.
Quelle: Natalia Schöberl, Melanie Feuchtgruber

Der Escape Room besteht aus vier Stationen, die Schritt für Schritt erarbeitet werden müssen. Rätsel, Codes und Aufgaben führen die Teilnehmenden durch die Geschichte von Andrea, die eigentlich an der Hochschule der Medien studieren möchte. Nur wenn die Spielenden Andrea dabei helfen, Ordnung in ihr Chaos zu bringen, kann sie den Absprung schaffen und sich rechtzeitig einschreiben. Der Spieltisch mit Tagebucheinträgen, verschlossenen Kisten und verschiedenen Materialien ist transportabel, weshalb das Spiel flexibel in Seminarräumen aufgebaut werden kann. Ziel ist es, dass die Studierenden selbst Lösungen entwickeln und dabei erleben, wie sich Zeitdruck anfühlt – und wie man dennoch den Überblick behalten kann.

„Uns war es wichtig, ein Angebot zu machen, das Studierenden ermöglicht, aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammenzukommen und zu sehen, wie andere mit dem Thema Zeitmanagement umgehen, sodass es zu einem Austausch kommt.“

Tülay Balcik, Mitentwicklerin des Projekts

Im Gegensatz zu klassischen Escape-Rooms geht es hier nicht darum, einfach nur aus einem Raum zu fliehen. Vielmehr handelt es sich um ein „Learning Escape“. „Uns war es wichtig, ein Angebot zu machen, das Studierenden ermöglicht, aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammenzukommen und zu sehen, wie andere mit dem Thema Zeitmanagement umgehen, sodass es zu einem Austausch kommt.“, sagt Tülay Balcik, Mitentwicklerin des Projektes. Nebenbei lernen die Teilnehmenden hilfreiche Tools und Methoden kennen, ohne dass das Gefühl eines Frontalvortrags entsteht.

Ein laufender Prozess

Auch wenn der Escape Room bereits spielbereit ist, wird das Spiel immer weiter optimiert und durch neue Elemente ergänzt. Mit „Hochschule der verlorenen Deadlines“ zeigt das Center for Learning & Development, wie Lernen außerhalb klassischer Formate aussehen kann – kreativ, gemeinschaftlich und mit einem Augenzwinkern. Wer Andrea helfen will, kann den „Learning Escape Room“ bei seiner Premiere auf der MediaNight selbst ausprobieren.