Der ehemalige Bergmann Wolfgang Schubert ist jetzt Lichtkünstler. | Bild: Julia Mähl

Multimediareportagen Zechenkultur
Kohle, Stahl & Licht

Der ehemalige Bergmann Wolfgang Schubert ist jetzt Lichtkünstler. | Bild: Julia Mähl

15 Mar 2018

Das Team Lichtwechsel.Ruhr erleuchtet verbliebene Riesen der Kohle- und Stahlindustrie in bunten Farben. Einen Teil des Teams bildet Wolfgang Schubert. Er war über Jahrzehnte hinweg im Bergbau beschäftigt. Nun kämpft er zusammen mit Rolf Arno Specht und Mareike Helbig gegen das Vergessen der Zechenkultur an. 

Der Bergbau prägte das Ruhrgebiet 200 Jahre lang, doch in diesem Jahr soll die letzte Zeche Prosper-Haniel geschlossen werden. Die Bergbaukultur und -architektur hinterlässt jedoch Spuren bei den Menschen und in der Landschaft des Ruhrgebiets.

Drei Künstler, die mit der Region verwurzelt sind, haben es zu ihrer Aufgabe gemacht die Fördertürme der stillgelegten Zechen und andere alte Industriedenkmäler zu beleuchten und für die Nachwelt zu fotografieren. Sie hoffen, dass durch das Erleuchten der Stahlbauwerke mehr Menschen aufmerksam auf ihr Verschwinden werden und sich dafür einsetzen, dass sie nicht weiter abgerissen werden.

Die Region leidet schon seit einem halben Jahrhundert unter dem Strukturwandel durch den Rückgang der Kohleindustrie und Armut prägt viele Stadtteile des Ruhrgebiets. Die drei Künstler wollen mit ihrer Arbeit auch zeigen, dass die Bewohner trotz allem ihre Heimat lieben und ihre Kultur in Ehren halten.

Wir vom Edit.Magazin der Hochschule der Medien durften das Team mehrere Tage quer durch sechs Städte des Ruhrgebiets begleiten. Sie haben uns ihre Heimat und ihre Arbeit gezeigt, die für uns fünf Studentinnen aus Baden-Württemberg bisher fremd war. Wir sind nach Stuttgart zurückgekehrt mit beeindruckenden Bildern und einer einzigartigen Geschichte durch die du dich scrollen kannst.

Tipp: Genieße die Multimediareportage in der Vollbildansicht. Aktiviere diese über das Seitenmenü innerhalb der Reportage.

Vielen Dank an den Förderverein der Hochschule der Medien für die freundliche Unterstützung.